“Heutzutage ist die Kunstbranche marktorientierter denn je. Der „Wert” wird in Geld, Profit und Statistiken gemessen. Allzu oft sind wir versucht zu glauben, dass das primäre Ziel von Kunst darin besteht, Menschen zu unterhalten. Ein wahrer Künstler ist jedoch aufgerufen, gegen die Wellen der Popularität zu schwimmen, in die Tiefen der menschlichen Seelen einzutauchen und sich der Herausforderung des Unmöglichen zu stellen.” (Gidon Kremer im Oktober 2016 in Tokio, bei der Verleihung des „Nobelpreis der Musik“ – dem Praemium Imperiale)

Trailer-Link zum Dokumentarfilm “Gidon Kremer – Die eigene Stimme finden”:

Gidon Kremer gilt mit seiner kompromisslosen Einstellung international als einer der originellsten und überzeugendsten Künstler seiner Generation. Zu seinem Repertoire zählen nicht nur klassische Werke, sondern auch die weniger bekannten Kompositionen von zeitgenössischen Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts. Seine Interpretationen auf inzwischen mehr als 120 Alben wurden vielfach ausgezeichnet… Von Vielen wird er als einer der größten Geiger des letzten und aktuellen Jahrhunderts bezeichnet.

So war es eine große Ehre für mich, den Regisseur und Produzenten Paul Smaczny (Accentus music) als Regieassistentin bei der Arbeit an seinem Dokumentarfilm über Gidon Kremer ein dreiviertel Jahr lang begleiten zu dürfen.

Wir folgten dem Geiger nach Paris, Riga, Moskau und Tokio – wo er mal als Solist, mal gemeinsam mit der Kremerata Baltica und anderen Orchestern auftrat, aber auch als sozial-politisch engagierter Mensch und Humanist zu erleben war.

Dabei ist ein nachdenkliches und tiefgründiges Portrait über einen inspirierenden Künstler und Intellektuellen entstanden, das einen Einblick in dessen Leben und Gedankenwelt eröffnet. Wir begegneten einem Menschen, der sich als Vermittler einer Botschaft versteht – weit weg von Narzissmus und Profitgier.

„Musik duldet keinen Hass, sondern weckt Energie und Hoffnung. Das ist das Schönste an ihr. Es ist das, was uns den Glauben schenkt, dass die Welt und wir nicht zu Opfern von Wahnsinn und Wahnsinnigen werden.“ (Gidon Kremer im Juni 2017 in Berlin, bei der Verleihung des Orden Pour le Mérite)

Ich bin Accentus music und Paul Smaczny sehr dankbar für das Vertrauen und die Chance an diesem wundervollen Filmprojekt in so verantwortungsvoller Rolle mitgewirkt haben zu dürfen –war es doch für mich der erste Dokumentarfilm in dieser Größenordnung. Ich habe unendlich viel gelernt und freue mich auf kommende Projekte – auch bei Accentus.

 

 

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